XC Camp Light

Berner Oberland

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Wie stark sind die Böen?

Wie viel Böen werden es wirklich sein? Wo stehen die ersten Regenzellen?
Das waren die Kernfragen des heutigen Tages.

Wir entschieden uns ein seltenes „Manöver“ durchzuführen und fuhren bereits vor dem Mittag mit der historischen Bahn zum Startplatz Breitlauenen. Wir erwarteten Nordwind hatten dann aber eher etwas Nordostwind. Nichts desto trotz machten wir uns bereit – es gab noch ein kurzes Briefing zum Thema „Startplatzwahl“ und „Aussenlanden“ vs „Notlanden“.

Kurz drauf war der Erste in der Luft – und mit etwas Funk-Coaching ging es sanft hoch! Bald folgten alle und alle waren super schön hoch!

Wie üblich startete ich als letzter und sah Schaumkronen auf dem Thunersee – kein optimales Zeichen. Dazu war es im Bereich Jungfrau bereits am regnen. Folglich „zog“ ich alle Richtung Interlaken. Dort ging es beim Harder zackig hoch. Die Wolken verdunkelten sich.

Ich motivierte einige noch Richtung Niederhorn zu fliegen und informierte dann ca 20 Min später, dass man in 20 Min am Boden sein sollte.

Alle kamen rein – wir übten noch „Ohren anlegen“ und alle hatten eine sichere Landung. Wenig später wurden die Böen stärker (aber nicht so stark wie angekündigt) und leichter Regen setzte ein.

Den Ausklang des XC Camp Light Berner Oberland machten wir dann standesgemäss im „Hooters“ wo es noch ein Debriefing sowie ein Referat zum Thema „Angst“ gab.

Sichtlich müde traten dann alle den Heimweg an.

Ich möchte mich bei allen herzlichst für die Teilnahme bedanken – es waren vielseitige vier Tage!

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Welche Startplätze sind in den Wolken?

Die Wetterprognosen deuteten auf einen schwierigen Tag hin: viel Wind aus dem Flachland und viel Bewölkung in den Bergen.

Wir trafen uns um 10 Uhr – so konnten alle ausschlafen 🙂 beim Bahnhof Interlaken Ost. Es nieselte und der Tag sah wenig vielversprechend aus. Dann ging es Richtung Grindelwald Schwendi wo ich einen Spezialtransport zum Waldspitz organisiert hatte.

Oben angekommen begrüsste uns die warme Sonne und es wurde reichlich Sonnencreme aufgetragen. Etwas später zog es wieder zu und wir begaben uns nach drinnen wo ein kuschliges Feuer im Schwedenofen brannte. Ich erläuterte das Thema „Flow“ und bei einigen gab es Aha-Erlebnisse.

Wir konnten uns nicht zurückhalten und assen (mehrheitlich) eine sehr leckere Gerstensuppe mit Rauchwürstli.

Frisch gestärkt ging es dann zu Fuss zum Startplatz Waldspitz – dort war der Wind so perfekt (und die Sicht so schlecht) dass wir eine halbe Stunde Groundhandling machten – die „C-Leinen“ Steuerung und auch das optimale Auslegen des Schirms wurden gezeigt. Gleichzeitig konnten wir ein Meteo Schauspiel betrachten was man selten so schön sieht:
Konvergenzlinien (zwischen „Talwind“ und „Bergwind“, Bise von beiden Seiten).

Etwas später hob Nicolas ab und flog unter den Wolken raus – wunderbare Bedingungen! So starten alle – am Schluss sogar in der Gruppe. Über dem Wald gings zackig hoch bis an die Basis was uns ermöglichte an die Pfingstegg zu queren. Dort erwartete uns Soaring vom feinsten! Auch ein Adler begleitete uns beim geniessen der Eindrücke!

Später querten wir noch zum Eiger und konnten auch dort wieder aufdrehen – so konnte man etwas hin und her fliegen und die Luft und das Spiel mit der Thermik und den Wolken geniessen.

Später gab es koreanisches Nachtessen (natürlich mit Tischgrill) sowie ein Debriefing zum Tag – ich denke alle haben gut geschlafen danach :-).

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Thermikprognose

Heute zog es uns zur Marbachegg – nach einer längeren Anfahrt über den Schallenbergpass trafen wir uns bei der Bergbahn. Nach einer kurzen Einweisung in den Landeplatz, ging es hoch auf den Berg.

Dort gabs im Restaurant ein ausführliches Meteo und Gebietsbriefing. Auch mentale Themen wie „Entspannung“ wurden thematisiert.

Danach ging es an den deutlich gefüllten Startplatz – dort bereiteten sich alle fokussiert vor. Währenddessen gab es einige spektakuläre Starts.

Sobald wir in der Luft waren ging es wunderbar hoch – die Wolken zwischen Marbachegg und Schrattenfluh breiteten sich manchmal zackig aus – Ohren anlegen war manchmal angesagt. Mit einem Teil der Gruppe flogen wir also zur „Schratte“ – einige holten noch kurz den „Hengst“ Paracache. Danach ging es gemeinsam weiter Richtung Hohgant – dort angekommen mussten wir etwas warten bis uns die „Freigabe“ gewährt wurde (die Wolken musste sich verziehen). Danach war es ein reiner Traum dort zu „soaren“. Natürlich holten wir auch den „Hohgant“ Paracache.

Nach etwas Geniessen ging es zurück zur Marbachegg und danach noch zum „Gsteig“ Paracache.

Der Rückflug war dann super einfach – ohne Kreisen – nur Geradeausfliegen. Die Landung am Landeplatz Kirche war dann noch ein krönender Abschluss – der Bauer wendete das Gras :-).

Einige genossen noch den Abend in der Luft. Später ging es noch gemeinsam zum Nachtessen – mmmh. Lecker.

Ein wunderbarer Tag für die ganze Gruppe – Abgeschlossen mit einem tollen Sonnenuntergang

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Wolkenprognose

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