Tag 8 – Haldigrat

Tages Tracks in der burnair Map

Heute standen die „Zeichen“ auf „gelb“ – die Thermikprognose versprach nicht allzuviel Thermik.

Trotzdem machten wir uns nach einem super Frühstück auf ins Engelbergertal – ich konnte Kurt überzeugen die Haldigratbahn für uns anzuschmeissen. Nach einem Spaziergang gings nach oben – die Aussicht war traumhaft – mit Sicht ins Flachland welches durch die Bise geplagt wurde. Reto entdeckte ein Pärchen Alpenschneehühner – sieht man nicht alle Tage!

Danach gönnten wir uns eine „Genusszeit“ im Restaurant welches Kurt kurzfristig öffnete – eine leckeres Käseplättli gabs.

Um ca 13:00 gings an den Startplatz – mehrheitlich hatten wir Aufwind – etwas später Nullwind oder sogar kleine „Dusties“.
Starten war aber wunderbar möglich und so opferte sich Ueli als Erster – er flog die Thermikpunkte ab und tatsächlich – es ging!

Sofort wollten alle raus – alle kamen hoch! Kurze Zeit später flogen wir mit dem Wind Richtung Engelberg – zwei Mal „Aufsoaren“ musste sein – die Thermik war auf eher schwach und zog nicht bis zu den Wolken durch.

Und so heizten wir Richtung Engelberg und landeten happy und nach 8 Flugtagen auf dem offiziellen Landeplatz in Engelberg.

Wow – what a Week! 8 Flugtage – 10 Fluggebiete – viiiiiiele Flugstunden. Vielen Dank an alle Teilnehmer!

  • Tagestracks

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Tag 7 – Ruogig / Haldi

2000m Wind auf der burnair Map

Nach unserer Nacht in Brunnen SZ waren wir ready für einen weiteren Flugtag. Das Meteo Briefing wollte gut gemacht sein heute – 5 hPa Föhn – aber doch nicht? Ich erklärte die Lage und wir entschlossen uns in Altdorf vom Startplatz Ruogig zu fliegen.

Nach der Auffahrt mit der zweiteiligen Bahn genossen wir den herrlichen Ausblich Richtung Klausen und Bälmeten.

Um 12 Uhr waren wir nach einem steilen Aufstieg startklar – alle starteten und …

… fanden fast keine Thermik. Es war bis ca 1600m möglich rumzugurken aber wir schafften es nicht höher. Ueli und ich querten nach endlosem „gegurke“ zum Haldi – und wieder zurück. Ich konnte mich nochmals hochkämpfen und flog dann wieder zum Haldi.

Gerade als ich zum Rückflug ansetzte schossen Reto und Simon in die Höhe und hatten plötzlich 2200m +. Sie flogen los Richtung Klausenpass – bei mir war wieder basteln angesagt. Zusammen mit Jonny versuchten wir ebenfalls Richtung Klausen zu fliegen – war aber unmöglich – wir kamen nicht wieder hoch.

Ich versuchte es dann noch einmal – wieder nix.

Später waren Ueli und Paul nochmals hoch – auch sie versuchten es – auch nicht erfolgreich.

Ich hatte nach 4-5h fliegen genug 🙂 – ging landen bei zügigem Talwind – später folgte Reto, Simon, Paul, Ueli und Jonny.

Den Tag schlossen wir wie immer kulinarisch ab – mit Pizza / Pasta und „Bierli“ am See.
Morgen: Letzter Tag!

  • Wetterprognosen

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Tag 6 – Muanda

Tagesaktuelle NOTAMS

Heute stand der Tag im Zeichen des Abenteuers.

Begonnen hat der Tag mit dem Blick auf die burnair Map, diese zeigte, dass die LI R83 Zonen aktiv sind. Gemäss meinem Wissen sind LI R Zonen auch in Italien für Gleitschirmflieger tabu. 600m AGL klingt nach viel – macht aber Talquerungen unmöglich. Somit fielen die typischen Startplätze aus dem Fokus.

Wir entschieden uns für „Abenteuer“ und fuhren Richtung Biella zum Startplatz „Muanda“. oben angekommen zeigte sich, dass der im DHV eingetragene Startplatz bereits seit Jahren  nicht mehr wirklich nutzbar ist. Nun galt es zu suchen – wo ist der neue Startplatz – schlechter Mobilfunkempfang halfen nicht dabei :-). Nach etwas Recherche und Wandern war dann der neue Startplatz gefunden und sogar besser ausgerichtet als der alte.

Warum ein grosses „NO FLY ZONE I.Z.“ auf die Strasse gesprayt ist, hat sich uns nicht erschlossen.

Ich machte noch einen kleinen Erkundungsrundgang um noch etwas mehr über das Gebiet zu lernen.

Bald starteten wir und durften nicht wirklich aufdrehen, da wir sonst den Luftraum verletzten. Also flogen wir bald ins „Flachland“ mit dem Ziel wenigstens einen Schlauch auszudrehen – dies gelang den meisten. Allerdings war es relativ turbulent und so landeten wir nach ca. 1 Stunde Thermikflug.

Natürlich sahen wir auch einige andere Gleitschirmflieger – tief im Luftraum – was nun gilt ist in Italien bekanntlich „flexibel“ :-).

Danach gings nach einer „wo kriegt man um diese Uhrzeit Pizza“ Odyssee in ein geniales Poké Restaurant. Wohl genährt hauten wir noch in der Gelateria auf de Putz und fuhren dann zurück in die Schweiz um uns für die folgenden zwei Tage gut zu positionieren.

Das Gebiet rund um Biella ist nun in der burnair Map fast perfekt kartiert – so können auch andere von unseren Expeditionen profitieren :-). Landeplätze, Startplätze, Landevolten, Aussenlandeplätze – alles was es braucht :-).

  • Fluggebietsinformationen

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Tag 5 – Santa Elisabetta / San Giaccomo

Thermik Prognose in der burnair Map

Nochmals ein wunderbarer Tag der eigentlich alles beinhaltete was es braucht :-).

Start in Santa Elisabetta – zackig gings auf ca 1600m. Mit rund 2/3 der Gruppe flogen wir los.
Paul war uns dicht auf den Fersen :-). Wir flogen Hügel für Hügel gen Norden – es ging an denselben Orten hoch wie am Tag davor. Die Bedingungen waren aber leicht turbulenter. Immer wieder stiessen wir an die Inversion – trotzdem konnten wir die Strecke nach Ivrea mehrheitlich meistern.

Reto machte sein Versprechen wahr und landete auf der Hochebene. Später stiess noch Paul zu ihm – er war etwas tief losgeflogen.

Ueli, Simon und ich versuchten es noch in Andrate – wurden aber eher durchgeschüttelt als nach oben gebracht. So flogen wir mit minimalster Höhe zurück – „bibbern“ obs reicht inklusive.

Als wir schon länger am Landeplatz „Genusspackten“ kam Jonny um die Ecke – er hatte eine ganz andere Route gewählt und sich im Alleingang durchgekämpft – Gratulation!

Danach gings zum leckeren Burger essen im Aosta Tal – wunderbar!

Nun waren alle wieder in Stimmung für einen Abendflug – wir testeten San Giacomo – ein wenig besseres Gleiten war noch drin.

Ein wunderbarer Tag der in der Gelateria endete 🙂

Tag 4 – Santa Elisabetta

Gruppen Tracks in der burnair Map

Nach dem schwierigen gestrigen Tag starteten wir mit guten Neuigkeiten in den Tag „alles gut!“ hiess es und so konnten wir mit Freude in den vierten Tag starten.

Wir trafen uns zum Frühstück wo Reto schon alle frischen Früchte geraubt hatte :-). Später gab es ein Debriefing vom gestrigen Tag – zweigeteilt in „mentales“ und „technisches“. Es entwickelten sich wunderbare Diskussionen – es ist schön mitanzusehen wie reflektiert meine Kunden sind – vielen Dank!

Später ging es mit dem roten „Blitz“ gemächlich zum Startplatz Santa Elisabetta – wo uns schon Horden von anderen Mitfliegenden erwartete. Wir bereiteten uns konzentriert und ruhig vor und starteten. Alle konnten den Startplatz relativ rasch überhöhen und wir flogen gemeinsam in der Gruppe los.

Zuerst etwas näher an die Berge wo ich immer auf „Emmentalerlöcher“ hoffte (und Ueli nervte 🙂 ) später entschied ich mich dann für die vordere Linie. Sie funktionierte wunderbar und wir kamen Schritt für Schritt voran Richtung Ivrea. Am Funk versuchte ich regelmässig meine Entscheidungsgrundlagen zu erklären und etwas vorauszufliegen.

Auf dem Weg „verloren“ wir dann jemanden – er wäre allerdings höher als wir angekommen – Tunnelblick?
Kurz vor Ivrea wurds nochmals etwas „tricky“ – ich versuchte am Funk die Überlegungen vom „abtropfen“ zu übermitteln – offensichtlich nicht gut genug – wieder verloren wir zwei :-).

Später gabs noch einen wunderbaren Abendflug inklusive Ausflug ins Flachland – den Tag beendet haben wir bei leckerer Pizza – mmh.

Tag 3 – Ivrea / Cavallaria

Previtemps in der burnair Map

Heute Stand „Wunderbar“ und „Oh Shit“ ganz nahe beieinander.

Wir machten uns frühmorgens auf den Weg zum Frühstück und standen vor verschlossenen Türen – Frühstück am Wochenende erst ab 08:00 – ok – dann eben das Wetter und Gebietsbriefing vorziehen. Kurz vor 8 öffneten sich die „Türen“ zum Frühstück dann doch noch und wir füllten unsere Speicher :-).

Danach ging es los Richtung Italien – Ivrea war das Ziel der Fahrt. Ivrea mit diversen Startplätzen „Cavallaria“ biete sich an wenn der Nordföhn runterbrettert.

In Ivrea angekommen sahen wir schon die ersten Schirme in der Luft – wir wurden von einem lokalen Herrn „hochgerast“ – unser Adrenalin Pegel war bereits vor dem Flug überfüllt.

Später bereiteten wir uns vor und schwangen uns in die Lüfte. Wie meistens startete ich zuletzt – alle konnten aufdrehen und die ganze Gruppe war ready zum losfliegen – kurz darauf war auch ich in der Nähe – und dann passierte es – eine Person unserer Gruppe kassierte einen grossen Klapper, der Schirm drehte direkt weg und der Pilot twistete sofort ein. Er reagierte geistesgegenwärtig und warf den Notschirm.

Ich konnte ihn im „Flug“ noch etwas coachen und kurz darauf prallte er mit einem Pendel auf dem Boden auf – mein Adrenalin war wieder oben. Kurz darauf war klar, dass nichts „gravierenderes“ passiert war. Nach einiger Kommunikation (Live Tracking und Funkverbindung sei Dank) konnten wir ihn abholen und zur Kontrolle ins Spital bringen. Soweit sogut.

Später versuchte ich mit der Gruppe noch eine kleine Runde zu fliegen: Wir flogen zur Muräne und flogen etwas nach Süden.

Manchmal erwischte man die Thermik super und es ging auf über 2200 Meter hoch! In gewissen Schichten war es aber auch etwas turbulent.

Nach einem, eigentlich guten, Flugtag sassen wir noch gemütlich beisammen und verarbeiteten das erlebte. Zum Ausklang des „turbulenten“ Tages genossen wir ein leckeres Nachtessen in der Osteria.

Tag 2 – Laveno / Sasso del Ferro

Previtemps in der burnair Map

Heute wars ein spannender Tag: Leichter Nordföhn machten das Fliegen im Tessin etwas heikel – nichts für burnair.

Dies haben wir uns gemeinsam am Morgen in einem vertieften Meteo Briefing erarbeitet. Dabei ging es auch um die Themen „Seichter Föhn“ und weitere Föhnarten.

Nach dem Morgenbriefing fuhren wir nach Laveno und nutzten die echt coole nostalgische „Kübelbahn“ um auf den Monte Sasso del Ferro zu gelangen.
Nach einer leicht anstrengenden Wanderung erwartete uns oben perfekter Aufwind – nach einem kleinen Vor-Ort Briefing gings dann direkt in die Luft!

Viel Thermik Training (via Funk Unterstützung) aber auch etwas Streckenfliegen standen auf dem Programm.

Die Funksprüche zeigten Wirkung und schon bald waren die Thermikkreise deutlich „smoother“. Später ging ich auch in die Luft und folgte der Vorhut in Richtung Flachland – dort erwartete uns etwas Südwind aber vor allem nicht mehr so viel Thermik.

Die Mehrheit dieser Gruppe fand sich schon bald am Boden wieder – ich auch :-).

Jörg konnte zurückfliegen und am Haupthügel wieder anhängen – er konnte sich so sehr gut bis nach Luino durchschlagen wo es später ein leckeres Nachtessen gab.

Auch Paul konnte sich mehrfach ausgraben und flog ziemlich direkt nach Luino. Jonny kam am offiziellen Landeplatz an und rannte direkt aufs Klo – die Nicht-Montage des Schlauchs hat sich bemerkbar gemacht :-).

Morgen gehts weiter in den Süden – mal schauen was uns da erwartet…

  • Previtemps

    Die Previtemps innerhalb der burnair Map helfen einerseits den Wind im Tagesverlauf zu sehen, andererseits aber auch stabile Schichtungen zu entdecken. So kann der perfekte Start- und Landezeitpunkt gefunden werden. Zusätzlich hilft es die Teilnehmer auf die Bedingungen vorzubereiten.

Tag 1 – Mornera & Parusciana

Landeplätze, Lufträume in der burnair Map

Wir trafen uns mit Gleitschirm um Gepäck in Bellinzona wo bereits der Fahrer mit dem roten Flitzer wartete. Nach etwas Shopping ging es zur Bahn nach Mornera (wo übrigens eine Reservation empfohlen wird).

Oben angekommen folgten wir dem hübschen Weg und warteten am Startplatz mit der schönen Aussicht bis die Thermik ready war für uns :-). Nach dem Start ging es rechts und wir bastelten eine ganze Weile bis wir die stabilere Schicht durchbrechen konnten. Irgendwann ging es aber für fast alle und wir konnten richtig hoch aufdrehen – 2600 Meter lag drin! Hammmer!

Danach sind wir weiter Richtung Verzasca Staudam geflogen und konnten kurz davor nochmals super tanken.

Dann setzten wir zur Querung an und flogen mit unseren Gleitschirmen wegen der schwachen aktuellen Live Windwerte direkt an die „hintere“ Kante – dort war es allerdings etwas zyklisch und im Bereich der Kante turbulent.
Später waren dann alle Mitfliegenden über der Cimetta – wir kamen jedoch nicht mehr richtig aus der Suppe raus – ich versuchte einige Toplandungen entschied aber dass es zu turbulent war für die Gruppe.

Also flogen wir ins Tal und landeten am See bei perfektem schwachem Talwind. Dann gabs leckeres Eis :-).

Später ging es weiter zum Startplatz Parusciana wo wir nach etwas warten in den laminaren Talwind einsteigen konnten. Wir flogen bis die Sonne weg war – der Talwind war auch bei der Landung noch stark – aber dank dem grosszügigen Landefeld gut machbar.

Der Tag ging dann mit einem leckeren Nachtessen (natürlich Pizza / Pasta) zu Ende.