burnair Reise XC Schweiz

Die letzten Tage der burnair Reise waren nicht ganz so ergiebig. Einmal brannten wir am Niesen an – dort wurde wegen Corona ein neues „Zettelsystem“ eingeführt – was bedeutete dass wir unser Startfenster nicht mehr im Griff gehabt hätten.
Darum fuhren wir nach Interlaken und starteten von „Howald“. Einige gingen ein wenig auf Strecke, Martin und Philippe konnten den See überqueren und fanden am Därliggrat Anschluss. Philippe gelang von dort ein Weiterflug bis nach Frutigen – wo er dann mit viel Talwind begrüsst wurde.
Martin landete tatsächlich auf dem Morgenberghorn!
Den Rest der Gruppe beförderte ich aufs Leissigbergli wo es Jörg, Ueli und Hansruedi noch zurück an den Därliggrat schafften und dann einen Abgleiter ins Lehn machen konnten.
Auch ein wunderschöner Tag – wenn auch anders als erwartet.

Die folgenden Tage verbrachten wir am Zugerberg – dort war der Tag etwas stabil und wir konnten mehrheitlich an Ort und Stelle fliegen – grosse Sprünge waren aber nicht möglich.

Am Freitag flogen wir in Engelberg. Wir starteten an der Fürenalp und ich schlug den „Magic Move“ vor – direkteinstieg in die Ostwand des Titlis. Martin und Ueli befolgten den Rat und wurden reich belohnt – mit genialer Höhe querten sie Richtung Brunni. Ueli flog im Anschluss noch eine schöne Engelbergtal-Runde. Die Landung wurde dann wegen durchbrechendem „West“ nochmals hektisch – und dank mafiösen Bauern-Strukturen in Engelberg auch etwas unangenehm.

Am Samstag wollten wir vom Brunni starten – das Zeitfenster war optimal gewählt und wir standen bereit. Gleichzeitig war die Liga auch da – dort gab es einen Unfall am Startplatz welcher den Einsatz der Rega erforderte – wir warteten brav, während Andere / auch Tandems sich dem fliegenden / schwebenden Heli sehr stark näherten. Da der Rettungseinsatz viel Zeit beanspruchte war das Zeitfenster danach fast geschlossen und wir mussten uns anstrengen um nicht vom Regen erwischt zu werden.

Noch ein persönlicher Kommentar:
Ein Rettungseinsatz hat immer Priorität gegenüber unserem „Freizeitvergnügen“. Warum also Rettungsmissionen derart behindert werden müssen verstehe ich echt nicht. Einfach mal warten mit starten bis der Heli weg ist und wenn man in der Luft ist, das Gebiet meiden – das wäre doch das Mindeste?